Covid-19: Schützt Vitamin D vor einem schweren Verlauf?

Geringeres Risiko für Komplikationen

Laut einer am 25.09.2020 veröffentlichten Studie mit 235 Teilnehmern, hatten COVID-19-Patienten mit einem ausreichenden Vitamin D-Blutspiegel von mindestens 30 ng / ml ein signifikant geringeres Risiko für unerwünschte Komplikationen, wie Bewusstlosigkeit, Hypoxie und Tod. Darüber hinaus hatten sie niedrigere Werte eines Entzündungsmarkers (C-reaktives Protein) und höhere Lymphozyten-Blutspiegel (wichtig bei der Bekämpfung von Infektionen).

„Diese Studie liefert direkte Beweise dafür, dass eine ausreichende Vitamin-D- Konzentration Komplikationen verringern kann, einschließlich des gefürchteten Zytokinsturms und letztendlich des Todes durch COVID-19“, erklärte Michael F. Holick, Professor für Medizin, Physiologie und Biophysik.

235 Patienten, die mit einer COVID-19-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert worden waren, wurden untersucht und Blutproben entnommen. Bei Patienten, die älter als 40 Jahre waren und einen ausreichenden Vitamin D hatten, war die Wahrscheinlichkeit, an der Infektion zu sterben, um 51,5 Prozent geringer als bei Patienten mit unzureichenden Vitamin-D-Werten von weniger als 30 ng / ml.

Auch bei Influenza hilfreich

Der Studienautor ist der Ansicht, dass ein angemessener Vitamin D-Blutspiegel dazu beitragen kann, nicht nur die Folgen einer Coronainfektion abzumildern, sondern auch andere Viruserkrankungen der oberen Atemwege, einschließlich Influenza, besser zu bekämpfen. Die Kombination einer Influenza und Covid-19-Infektion könnte schwere Verläufe und Krankenhauseinweisungen erheblich erhöhen.

Ein Vitamin-D-Mangel ist, insbesondere in den Wintermonaten, weit verbreitet. Laut Dr. Holick ist es empfehlenswert, bei einem Mangel, ein Vitamin-D-Präparat einzunehmen, um das Risiko für Komplikationen bei einer Coronainfektion zu reduzieren.