ADHS

Was ist ADHS?
Bei der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) handelt es sich um eine Verhaltensstörung, die oft bereits im Kindesalter beginnt und auch im Erwachsenenalter weiter bestehen kann. Menschen mit ADHS haben meist Probleme sich zu konzentrieren, Aufgaben zu organisieren und impulsives Verhalten zu kontrollieren.
Ursachen
Die genauen Ursachen von ADHS sind nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass genetische, neurobiologische und Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Ein Ungleichgewicht von Neurotransmittern im Gehirn, insbesondere von Dopamin und Noradrenalin, wird häufig mit ADHS in Verbindung gebracht.
Symptome und Anzeichen
  • Konzentrationsprobleme
  • Vergesslichkeit
  • Leichte Ablenkbarkeit
  • Neigung zu Flüchtigkeitsfehlern
  • Verminderte Aufmerksamkeitsspanne
  • Ausgeprägte Impulsivität
  • Innere Unruhe und Getriebenheit
  • Stimmungsschwankungen
  • Stressempfindlichkeit
  • Leichte Reizbarkeit
  • Ungeduld
  • Organisationsprobleme im Beruf und Alltag
  • Vergessen von Terminen und Verabredungen
  • Unordnung im Haushalt
  • Häufiges Verlieren und Verlegen von Gegenständen
  • Ausgeprägter Bewegungsdrang: „Zappelphilipp-Syndrom“
Behandlung

Bei der konventionellen Behandlung gibt es beispielsweise folgende Methoden:

  • Medikamentöse Therapie: In Deutschland sind fünf Wirkstoffe zur Behandlung von ADHS zugelassen:  Methylphenidat, Atomoxetin, Dexamphetamin, Lisdexamfetamin, Guanfacin.
  • Verhaltenstherapie

Alternative und ergänzende Maßnahmen:

  • Meditation, Entspannungsverfahren und Achtsamkeitsübungen
  • Sport und Bewegungstherapie
  • Es gibt Hinweise darauf, dass eine ausgewogene Ernährung mit ausreichender Versorgung von Omega-3-Fettsäuren, Eisen, Zink und anderen Nährstoffen die Symptome von ADHS positiv beeinflussen kann.
  • Einige Studien kommen zu dem Ergebnis, dass ein exzessiver Bildschirmkonsum negative Auswirkungen auf die Aufmerksamkeit haben kann. Es ist wichtig, die Bildschirmzeit (v.a. Social Media) sowohl bei Kindern als auch bei betroffenen Erwachsenen zu kontrollieren und eine ausgewogene Nutzung zu erlernen, um mögliche negative Einflüsse zu minimieren.
Ich empfehle bei ADHS eine ganzheitliche Herangehensweise, die verschiedene Maßnahmen sinnvoll kombiniert.