Hypothyreose Hashimoto Augsburg

Schilddrüsenunterfunktion

Die Schilddrüse ist eine kleines, schmetterlingsförmiges Organ, das sich in der Nähe des Halsansatzes befindet. Es produziert und speichert Schilddrüsenhormone, die nahezu jede Zelle im Körper beeinflussen. Eine Hypothyreose bzw. eine Unterfunktion der Schilddrüse führt dazu, dass weniger Hormone produziert werden, als der Körper benötigt. Dies kann unter anderem den Stoffwechsel der Betroffenen verlangsamen und beispielsweise zu Gewichtszunahme, Leistungsverminderung, Müdigkeit, Haarausfall und depressiven Verstimmungen führen.

Häufige Ursache: Hashimoto

An Hypothyreose leiden schätzungsweise 1–2% der Menschen weltweit. Die Stoffwechselstörung betrifft Frauen etwa zehnmal häufiger als Männer. Ungefähr 90% der primären Hypothyreose wird durch die Hashimoto-Thyreoiditis verursacht, eine entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die Schilddrüse angreift.

Ernährung und Hypothyreose

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse müssen Betroffene üblicherweise dauerhaft Levothyroxin (L-Thyroxin) einnehmen. Das synthetische Hormon hat dieselbe Wirkung wie das natürliche, körpereigene Schilddrüsenhormon Thyroxin (T4). Ganzheitliche Ärzte und Heilpraktiker wissen, dass neben der medikamentösen Behandlung eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise dazu beitragen kann, das Gewicht besser zu kontrollieren und das Energieniveau zu erhöhen.

Als Heilpraktiker in Augsburg habe ich mich auf die ganzheitlich-unterstützende Behandlung der Hypothyreose spezialisiert.

Wichtige Nährstoffe
  • Jod ist ein essentielles Spurenelement, das zur Herstellung von Schilddrüsenhormonen benötigt wird. Ein dauerhafter Jodmangel kann die Entstehung einer Hypothyreose begünstigen. Jodmangel ist weit verbreitet und betrifft fast ein Drittel der Weltbevölkerung. In Industrieländern kommt ein Mangel aufgrund der Verwendung von Jodsalz deutlich seltener vor. Zu den jodreichen Lebensmitteln gehören beispielsweise Seetang, Fisch, Milchprodukte und Eier. Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen sollten es allerdings vermeiden zu viel Jod in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich zu nehmen, da dies sowohl die Hypo- als auch die Hyperthyreose verschlimmern kann.
  • Selen ist ein Mikronährstoff, der eine bedeutende Rolle bei der Produktion von Schilddrüsenhormonen spielt und antioxidative Eigenschaften besitzt. Laut Studien kann ein ausreichender Selenspiegel dazu beitragen Schilddrüsenerkrankungen vorzubeugen. (M. Ventura, M. Melo, F. Carrilho 2017) Lebensmittel mit hohem Selengehalt sind z.B. Paranüsse, Thunfisch, Sardinen, Eier und Hülsenfrüchte.
  • Zink ist ein weiterer Nährstoff, der sich günstig auf die Schilddrüsenhormonproduktion auswirken kann.
    Eine randomisierte kontrollierte Studie kam zu dem Ergebnis, dass eine Zinkergänzung allein oder in Kombination mit Selen die Schilddrüsenfunktion bei Frauen mit Hypothyreose verbessern konnte. (S. Mahmoodianfard, M. Vafa, F. Golgiri, M. Khoshniat, M. Gohari, Z. Solati, M. Djalali 2015) Zu den zinkreichen Lebensmitteln gehören beispielsweise Austern, Rindfleisch, Schweinefleisch, Leber, Hühnchen, Hülsenfrüchte, Kürbiskerne.
  • Eisen ist ebenfalls wichtig für eine effiziente Jodverwertung und Schilddrüsenhormonsynthese. Eisenmangel ist ein häufiger Befund bei Hypothyreose und wird bei bis zu 60% dieser Patienten diagnostiziert. Eisenhaltige Lebensmittel: z.B. Leber, rotes Fleisch, Hülsenfrüchte, Sesam, Nüsse.
Problematische Lebensmittel

Lebensmittel, die Goitrogene enthalten, sollten nur in Maßen gegessen und idealerweise gekocht werden. Goitrogene sind Verbindungen, die in hoher Dosierung die normale Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen können.

Beispiele:

  • Hirse
  • Lebensmittel aus Soja: Tofu, Tempeh, Edamame-Bohnen, Sojamilch usw.
  • Kreuzblütler: Brokkoli, Grünkohl, Rotkohl, Weißkraut, Raps, Meerrettich usw.
  • Süßkartoffeln
  • Maniok
  • Mandeln
  • Leinsamen
  • Mais
  • Bambussprossen
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Getränke: Kaffee, grüner Tee und Alkohol

Ein normaler, moderater Konsum bereitet in der Regel keine Probleme. Betroffene sollten es jedoch vermeiden täglich große Mengen der genannten Lebensmittel zu verzehren.

Gluten

Menschen mit Hashimoto haben laut Studien eine höhere Wahrscheinlichkeit an Zöliakie zu erkranken als die Allgemeinbevölkerung. Dies könnte möglicherweise daran liegen, dass sowohl Hashimoto als auch Zöliakie Autoimmunerkrankungen sind und daher das Risiko für Betroffene höher ist. (A. Roy, M. Laszkowska, J. Sundström, B. Lebwohl, P. Green, O. Kämpe, J. Ludvigsson 2016)

Eine weitere Forschungsarbeit mit 34 Teilnehmerinnen kam zu dem Ergebnis, dass der 6-monatige Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel, die Schilddrüsenfunktion bei Frauen mit Hashimoto verbessern konnte. (Robert Krysiak, Witold Szkróbka, Bogusław Okopień 2019 Jul.)

Als Ernährungstherapeut und Heilpraktiker empfehle ich bei Autoimmunerkrankungen zumindest testweise Gluten aus dem Ernährungsplan zu streichen.

Wie kann ich Sie als Heilpraktiker in Augsburg bei Schilddrüsenerkrankungen unterstützen?

Hypothyreose-Patienten wissen nur zu gut, dass sie viel leichter zunehmen und erheblich schwerer abnehmen können, als Menschen mit einem normalen Stoffwechsel. Daher ist es für Betroffene besonders wichtig, sich gesund zu ernähren und sich ausreichend zu bewegen. Das Ziel ist, mit einer ausgewogenen, individuell passenden Ernährungstherapie und Mikronährstoffzufuhr den Stoffwechsel positiv zu beeinflussen, die Gewichtsreduktion zu erleichtern und somit zu einer Steigerung der Lebensqualität beizutragen.

Ich berate und unterstütze Sie gerne in meiner Naturheilpraxis in Augsburg.