Depression

Depressionen behandeln Augsburg
Volkskrankheit Depression

Über 4 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Depressionen. Trotz dieser hohen Anzahl an Betroffenen sind freie Therapieplätze knapp und die Wartezeiten lang.

Wie entsteht diese Erkrankung, die leider noch immer von vielen unterschätzt wird?

Monoamin-Hypothese

Es existieren verschiedene Theorien. Die geläufigste ist die Monoamin-Hypothese. Ihr zufolge wird eine Depression durch ein Ungleichgewicht oder einen Mangel an Botenstoffen im Gehirn, wie Serotonin und Noradrenalin, aber auch Dopamin, GABA und Glutamat hervorgerufen. Die meisten Patienten werden daher mit sogenannten Wiederaufnahmehemmern wie beispielsweise SSRI oder SNRI behandelt, welche die Konzentration bestimmter Neurotransmitter im Gehirn erhöhen.

Doch was sind die Auslöser dieser Dysbalancen?

Vielfältige Ursachen

Die Depression ist eine komplexe Erkrankung, die man nicht nur auf die Psyche beschränken kann. Körperliche Störungen können psychische Symptome verursachen und umgekehrt.

Allgemein bekannt ist, dass neben einer genetischen Veranlagung, (psychosoziale) Stress-Faktoren wie Jobverlust, Mobbing, soziale Isolation, Scheidung, Überarbeitung, Trauer usw. die Entstehung von Depressionen begünstigen können.

Aber wussten Sie auch, dass eine ungesunde Ernährung das Depressionsrisiko um 51% erhöhen kann? In Studien die Verabreichung von Magnesium depressive Symptome bei Betroffenen lindern konnte? Laut einer Metaanalyse, Depressionen oft mit geringeren Zinkwerten im Blut assoziiert sind und der Schweregrad umso höher, je niedriger der Zink Serum-Spiegel ist?

Es existieren inzwischen zahlreiche Studien und Forschungsergebnisse, die den Einfluss von Ernährung, Bewegung, Mikronährstoffen, Aminosäuren und Fettsäuren auf die Psyche untersucht haben.

Verschiedene psychische und körperliche Ungleichgewichte können also Störungen in den Neurotransmittersystemen verursachen und zu Veränderungen der Gehirnstruktur führen.

Die Verschreibung von Antidepressiva ist sicherlich in vielen Fällen notwendig, aber leider oft nicht ausreichend um die Erkrankung ursächlich zu behandeln. Es ist auch wichtig Rückfälle nach dem Absetzen der Medikamente zu verhindern. Letztendlich sollte optimalerweise auch geklärt werden, was der Auslöser war oder ist, der das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn verändert hat.

Therapien kombinieren

Depressionen gelten zwar als relativ gut behandelbar, jedoch wirken SSRI bei ca. 30 % der Betroffenen nicht. Daher ist es wichtig, auch Lösungen für Betroffene zu finden, die nicht oder nur unzureichend auf Antidepressiva ansprechen. Das Ziel einer erfolgreichen Therapie, sollte letztendlich nicht nur eine akzeptable Wiederherstellung der „Funktionstüchtigkeit“ sein. Verschiedene Behandlungsmethoden können einander ergänzen und hilfreich für den Patienten sein.

Neben dem Neurotransmitter-Ungleichgewicht, spielen z.B. eine gestörte Neurogenese, die Zusammensetzung des Mikrobioms und chronische Entzündungen eine wichtige Rolle bei der Pathogenese von Depressionen. Die Frage ist aber: Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei? Verursachen beispielsweise chronische Entzündungen Veränderungen in den Neurotransmittersystemen oder fördert ein Ungleichgewicht der Botenstoffe entzündliche Prozesse im Körper? Antientzündliche Wirkstoffe können Depressionen positiv beeinflussen. Auf der anderen Seite weiß man inzwischen, dass Antidepressiva, wie SSRI und SNRI, entzündungshemmend wirken.

Bei komplexen Erkrankungen wie Depressionen ist es daher am sinnvollsten Therapien zu kombinieren, um die Betroffenen bestmöglich zu unterstützen. Bei einer ganzheitlichen Behandlung gibt es kein entweder – oder.

Durch eine Ernährungstherapie, moderate Bewegung und eine optimierte Mikronährstoffversorgung, können entzündliche Prozesse positiv beeinflusst und BDNF-Spiegel erhöht werden. Der Wachstumsfaktor BDNF fördert Wachstum, Regeneration und Entstehung neuer Neuronen im Hippocampus, der bei Depressiven oft verkleinert ist.

Im Idealfall sollte eine Psychotherapie immer Grundlage einer Depressionsbehandlung sein.

Frühzeitig reagieren

Die Depression ist eine äußerst hartnäckige Erkrankung, die in vielen Fällen, nicht einfach so in ein paar Wochen verschwindet. Auch wenn die schlimmste Phase überstanden ist und die Betroffenen wieder einigermaßen „funktionieren“, kann es noch Monate, in schweren Fällen auch Jahre dauern, bis der gewünschte Normalzustand wieder erreicht ist. Daher ist es sehr wichtig, frühzeitig auf Symptome zu reagieren und Hilfe zu suchen, da die Depression gerade in der Anfangsphase oft gut behandelbar ist.

Symptome

Das Problem ist, dass viele Betroffene ihre Beschwerden anfangs nicht richtig einordnen können. Eine depressive Phase beginnt oft mit uncharakteristischen Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und schlechter Laune. Später leiden die Betroffenen dann meist unter den typischen Hauptsymptomen:

  • Depressive Stimmung
  • Interessenverlust
  • Antriebsmangel

Häufige Zusatzsymptome sind:

  • Konzentrationsstörungen
  • vermindertes Selbstvertrauen
  • Schuldgefühle
  • negative Zukunftsvorstellungen
  • Suizidgedanken
  • Schlafstörungen
  • verminderter Appetit

Ich berate und unterstütze ich Sie gerne in meiner Praxis in Augsburg.