Schlafstörungen

Schlafstörungen Augsburg
Schlaflos in Deutschland 

Sie leiden an Schlafstörungen? Da befinden Sie sich in bester Gesellschaft: Fast 50 % der Frauen und etwa 25 % der Männer in Deutschland schlafen regelmäßig schlecht. Häufige Ursachen sind beruflicher Stress sowie familiäre und gesundheitliche Probleme.

Es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wie viel Schlaf für eine ausreichende Regeneration des Körpers nötig ist. Manchen Erwachsenen reichen fünf bis sechs Stunden pro Nacht, während andere neun Stunden schlummern müssen, um sich ausreichend erholt zu fühlen. Entscheidend ist dabei vor allem das persönliche Empfinden. Wer sich nach dem Aufwachen fit und ausgeschlafen fühlt, hat gut geschlafen – egal ob das nun sechs oder acht Stunden waren.

Paläo-Schlaf?

In zahlreichen Ratgebern und Artikeln ist zu lesen, dass Menschen in westlichen Industrieländern zu wenig schlafen. 7-8 Stunden sollten es angeblich schon sein. Unsere Vorfahren in der Steinzeit hätten länger und tiefer geschlafen. Ist das wirklich so?

Forscher der University of California in Los Angeles kommen zu einem erstaunlichen Ergebnis.

Im Rahmen ihrer Studie, untersuchten sie die Schlafgewohnheiten und die damit verbundenen Umweltbedingungen bei drei Naturvölkern: Bei den Hadza (Tansania), den San (Namibia) und den Tsimane (Bolivien). Es handelt sich um Jäger-und-Sammler-Kulturen, die noch weitgehend ungestört von modernen, westlichen Einflüssen leben.

Die Auswertungen ergaben, dass die meisten untersuchten Menschen im Durchschnitt 6,5 Stunden schliefen. Diese Dauer befindet sich am unteren Ende der Mittelwerte unter Erwachsenen in den industrialisierten Ländern Europas und Amerikas. Die Jäger und Sammler gehen auch nicht mit der Sonne schlafen, wie oft behauptet: Im Durchschnitt blieben sie noch ca. 3,5 Stunden nach dem Ende der Tageslichtphase wach.

Unterbrechungen sind normal

Viele Menschen sind der Ansicht, dass sie optimalerweise mindestens sieben Stunden am Stück schlafen müssen um am nächsten Tag fit und ausgeruht zu sein. Dabei ist es ganz natürlich und normal zwischendurch immer wieder mal aufzuwachen. Auch unsere Vorfahren als Jäger und Sammler schliefen nicht ohne Unterbrechungen. Wissenschaftler sind der Meinung, dass es in der freien Natur von Vorteil war öfter aufzustehen, um mögliche Gefahren rechtzeitig zu erkennen. Auch heute ist es bei vielen Naturvölkern üblich in mehreren Abschnitten zu schlafen. Es scheint normal zu sein von Zeit zu Zeit aufzuwachen und sogar zwischendurch aufzustehen um sich mit anderen kurz auszutauschen.

Solche Gewohnheiten unterscheiden sich stark vom Schlafverhalten der modernen, westlichen Industrienationen, wo 7-8 Stunden Schlaf am Stück als optimal angesehen werden.

Es ist daher falsch zu glauben, es gebe nur eine einzig richtige Art zu schlafen.

Man muss sich nicht unter Druck setzen, um den üblichen Vorstellungen von gesundem Schlaf gerecht zu werden. Auch wer relativ wenig schläft und häufig aufwacht: Fühlt man sich am nächsten Morgen erholt und fit, hat man ausreichend geschlafen.

Belastende Ein- und Durchschlafstörungen hingegen sollte man auf jeden Fall ernst nehmen. Schlafstörungen sind oft Symptom, aber auch Ursache verschiedener Erkrankungen. Wer sich tagsüber ständig müde, kraftlos und unkonzentriert fühlt, weil er nicht einschlafen kann oder immer wieder für einen längeren Zeitraum wach liegt, sollte sich dringend untersuchen und beraten lassen.

Schlafqualität

Es bleibt die  Frage: Warum klagen Menschen aus modernen Industrieländern so häufig über Schlafstörungen? Bei den Naturvölkern ist dies offensichtlich nicht der Fall: Die San in Namibia haben nicht einmal Begriffe dafür, obwohl sie nicht länger und auch nicht frei von Unterbrechungen schlafen.

Was genau unseren Schlaf stört, wird sicherlich weiterhin erforscht werden. Möglicherweise spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

  • Temperatur: Bei Naturvölkern, die ohne Zentralheizung leben, sinkt die Umgebungstemperatur über Nacht kontinuierlich ab. Schlafforscher sind der Meinung, dass dies einen positiven Einfluss auf die Schlafqualität haben könnte.
  • Künstliches Licht: Licht unterbindet die nächtliche Ausschüttung von Melatonin. Das Schlafhormon wird in der Epiphyse aus Serotonin produziert und sorgt dafür, dass wir müde werden. Tagsüber ist der Melatoninspiegel recht niedrig und steigt an, sobald es anfängt dunkel zu werden. Die Gewohnheit abends vor dem Fernseher oder PC zu sitzen oder im Bett noch das Smartphone zu benutzen, können die Produktion von Melatonin hemmen.
  • Stress: Laut Umfragen ist Stress eine der Hauptursachen für Schlafstörungen. Berufliche und private Probleme führen oft zu kreisenden Gedanken, die einen vom Einschlafen abhalten können. Das Leben von Naturvölkern ist sicherlich nicht frei von Problemen. Aber im Vergleich, ist ihre Lebensweise schlichter und übersichtlicher. Sie sind beispielsweise nicht dem täglichen Informations-Tsunami, aus stündlich aktualisierten Online-News, Social-Media, E-Mails usw. ausgesetzt. Diese Flut an Infos und Bildern muss unser Gehirn verarbeiten. Ob bewusst oder unbewusst. Ein entschleunigter Lebensstil, die Vermeidung von überflüssigen, stimulierenden Unterhaltungsinfos, mehr Ruhe und weniger Rastlosigkeit, können helfen das Gedankenkarussell zu verlangsamen und das Einschlafen zu erleichtern.

Natürliche Substanzen, die oft bei Schlafstörungen angewendet werden:

  • Tryptophan
  • Glycin
  • Theanin
  • Magnesiumglycinat
  • CBD
  • Lavendel
  • Zitronenmelisse
  • Baldrian
  • Hopfen
  • Johanniskraut
  • Goldmohn

Als ganzheitlich orientierter Heilpraktiker empfehle ich auch bei Schlafstörungen verschiedene Behandlungsmethoden zu kombinieren, um Synergieeffekte zu erzielen. Neben der Einhaltung von Schlafhygiene, Stressreduktion, der Zufuhr von schlaffördernden Wirkstoffen u.v.a., kann auch eine psychologische Beratung empfehlenswert sein.

Ich helfe Ihnen gerne in meiner Praxis in Augsburg.