Depression

Depression und Ernährung

Unser Gehirn arbeitet rund um die Uhr, selbst wenn wir schlafen. Dies bedeutet, dass das Gehirn auf eine konstante Versorgung mit „Brennstoff“ angewiesen ist. Diese Energie stammt aus der Nahrung, die wir zu uns nehmen. Es gibt allerdings große Unterschiede bei der Qualität der Treibstoffe. Vereinfacht ausgedrückt beeinflusst das, was wir essen, direkt die Struktur und Funktion unseres Gehirns und letztendlich unsere Stimmung.

Das Gehirn ist ein sensibler und fein abgestimmter Hochleistungsmotor. Es funktioniert am besten, wenn es nur mit Premium-Kraftstoff versorgt wird. Der Konsum von hochwertigen Lebensmitteln, die viele Vitamine, Mineralien und Antioxidantien enthalten, nährt das Gehirn und schützt es vor oxidativem Stress – dem „Abfall“ (freie Radikale), der bei Stoffwechselprozessen entsteht und die Zellen beeinträchtigen kann.

Leider kann dieser Motor beschädigt werden wenn wir uns mit minderwertigen Energiequellen versorgen. Der häufige Verzehr von Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an raffiniertem Zucker ist beispielsweise schädlich für das Gehirn. Zu viel Zucker verschlechtert nicht nur die Insulinresistenz, sondern fördert auch Entzündungen und oxidativen Stress.

Eine Studie der University College London kam zu dem Ergebnis, dass ein erhöhter Zuckerkonsum, das Risiko an einer Depression zu erkranken um 23 % steigern kann.

Aber nicht nur ein Übermaß an Zucker kann negative Auswirkungen auf die Psyche haben. Auch die sogenannten Transfettsäuren, die häufig in Fast Food, Fertiggerichten und Gebäck vorkommen sind äußerst schädlich – nicht nur für unseren Körper, sondern auch für unsere geistige Gesundheit.

Eine Studie der spanischen Universität Las Palmas, untersuchte die Ernährungsweise und den Lebensstil von 12.000 Freiwilligen über einen Zeitraum von sechs Jahren. Man stellte fest, dass Teilnehmer die viel Transfettsäuren konsumierten, ein um 42 % höheres Depressionsrisiko hatten als Menschen die diese Fette nicht oder nur selten konsumierten.

Die Ergebnisse sind eigentlich nicht verwunderlich. Wenn der Körper und somit auch das Gehirn nicht mit qualitativ hochwertiger Nahrung versorgt wird hat das Konsequenzen. Niemand würde ein teures Auto mit billigem, verunreinigtem Benzin betanken. Motorschäden wären zwangsläufig die Folge.

Die Zufuhr minderwertiger Energiequellen mit viel Zucker und Transfetten fördert chronische Entzündungsprozesse und erhöht die Belastung durch oxidativen Stress. Leider wurde der Einfluss von Nahrung auf die Psyche lange Zeit nicht erkannt.

Glücklicherweise gibt es mittlerweile zahlreiche wissenschaftliche Studien die belegen, dass die Ernährungsweise einen große Bedeutung für die geistige Gesundheit hat.

Ernährungstherapie

Welche Nahrungsmittel sind gut für unser Gehirn? Im Grunde ist es ganz einfach: Eine Ernährungsweise die gesund für unseren Körper ist fördert auch das geistige Wohlbefinden.

Eine Forschungsanalyse, die 21 Studien aus 10 Ländern untersuchte kam zu dem, nicht überraschenden, Ergebnis:

Ein erhöhter Konsum von Obst, Gemüse, Vollkorn, Fisch, Olivenöl, fettarmen Milchprodukten und Antioxidantien, sowie eine reduzierte Zufuhr von tierischen Lebensmitteln war offenbar mit einem verringerten Risiko für Depressionen verbunden. Eine Ernährungsweise mit viel verarbeitetem Fleisch, raffiniertem Getreide, Süßigkeiten und fettreichen Milchprodukten, sowie eine geringe Aufnahme von Obst und Gemüse, erhöhte das Risiko an einer Depression zu erkranken.

Neben einer Ernährungsumstellung kann auch die gezielte Zufuhr von Mikronährstoffen und pflanzlichen Ergänzungsmitteln hilfreich sein, um chronischen Entzündungsprozessen und vermehrtem oxidativen Stress entgegenzuwirken.

Als Heilpraktiker und Ernährungstherapeut berate und unterstütze ich Sie gerne in meiner Naturheilpraxis in Augsburg.