Autoimmunerkrankungen

Was ist eine Autoimmunerkrankung?

Autoimmunerkrankungen entstehen, wenn Ihr überaktives Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreift und schädigt. Normalerweise bildet das Immunsystem sogenannte Antikörper, die Sie vor schädlichen Substanzen wie z.B. Viren, Krebszellen und Toxinen schützen. Bei einer Autoimmunerkrankung kann Ihr Körper jedoch nicht zwischen Eindringlingen und gesunden Zellen unterscheiden.

Die genaue Ursache von Autoimmunerkrankungen ist oft unklar. Es gibt Hinweise darauf, dass die genetische Veranlagung, Umwelteinflüsse, Hormonstörungen und bestimmte Infektionen eine Rolle spielen können. Diese Faktoren können das Gleichgewicht des Immunsystems stören und zu einer übermäßigen Immunreaktion gegen körpereigene Zellen führen.

Es gibt mehr als 80 Arten von Autoimmunerkrankungen, z.B.
  • Rheumatoide Arthritis
  • Psoriasis
  • Lupus
  • Zöliakie
  • Typ-1-Diabetes
  • Multiple Sklerose
  • Hashimoto-Thyreoiditis
  • Morbus Basedow
  • Morbus Crohn
  • Alopecia areata
Symptome

Trotz der unterschiedlichen Arten von Autoimmunerkrankungen weisen viele von ihnen ähnliche Symptome auf. Zu den häufigsten Symptomen einer Autoimmunerkrankung gehören:

  • Ermüdung und Erschöpfung
  • Gelenkschmerzen
  • Verdauungsprobleme
  • Hautprobleme
  • Häufiges Fieber
Risikofaktoren

Bestimmte Faktoren können das Risiko für die Entwicklung einer Autoimmunerkrankung erhöhen, z.B.:

  • Genetische Veranlagung: Erkrankungen wie Lupus und  Multiple Sklerose werden nicht selten „vererbt“. Wenn ein naher Verwandter an einer Autoimmunerkrankung leidet, ist oft auch für Sie das Risiko erhöht.
  • Übergewicht oder Fettleibigkeit steigern beispielsweise das Risiko an rheumatoider Arthritis oder Psoriasis-Arthritis zu erkranken. Dies kann daran liegen, dass die Gelenke stärker belastet werden und dass vor allem viszerales Fettgewebe vermehrt entzündungsfördernde Stoffe produziert.
  • Rauchen kann die Entstehung von bestimmten Autoimmunerkrankungen begünstigen, wie z.B. Rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn und MS.
  • Chronischer Stress und Traumata können Autoimmunschübe auslösen bzw. triggern.
Behandlung

Die Behandlung von Autoimmunerkrankungen konzentriert sich vor allem darauf, das überaktive Immunsystem zu regulieren und Entzündungen zu hemmen. Meist werden Medikamente wie Immunsuppressiva, Kortikosteroide, Biologika und Schmerzmittel verschrieben.

Als ganzheitlicher Heilpraktiker empfehle ich, ergänzend zur medikamentösen Therapie, in vielen Fällen eine entzündungshemmende Ernährungsumstellung, die gezielte Verabreichung von pflanzlichen Substanzen und Mikronährstoffen und eine psychologische Beratung für Stressbewältigung.

Ich berate Sie gerne in meiner Naturheilpraxis in Augsburg.