BDNF und Psyche

Was ist BDNF?

Der brain-derived neurotrophic factor (BDNF) gehört zur Familie der Neurotrophine und ist im ZNS, im Darm und in anderen Geweben zu finden. Im Gehirn wird es vor allem im Hippocampus produziert. BDNF stimuliert und kontrolliert das Wachstum neuer Neuronen aus neuralen Stammzellen (Neurogenese).

BDNF und Depressionen

Depressive und Burnout-Patienten haben oft zu wenig BDNF im Blut. Auch Belastungen durch psychosozialen Stress können zu niedrigen BDNF-Werten führen. Eine Ursache dafür ist, dass eine erhöhte Ausschüttung des Stresshormons Cortisol die Produktion von BDNF hemmen kann. Wie Studien belegen, kann durch eine Steigerung der BDNF-Expression der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst bzw. das Krankheitsbild verbessert werden.

Wie lässt sich der BDNF-Spiegel erhöhen?

Antidepressiva aus der Gruppe der Serotonin- sowie der Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI und SNRI) können zu einem Anstieg des BDNF-Spiegels beitragen. Es wird diskutiert, dass der durch SSRI verursachte erhöhte Serotoninspiegel zu einem Anstieg des Neurotrophins führt und dadurch das Wachstum neuer Nervenzellen im Hippocampus angeregt wird. SSRI erhöhen innerhalb von wenigen Stunden die Serotoninkonzentration im Gehirn, antidepressive Effekte sind aber in der Regel erst nach ca. 3 Wochen zu erwarten. Das könnte damit zusammenhängen, dass der positive Einfluss von BDNF auf die Neurogenese nicht sofort, sondern erst nach einiger Zeit für die Patienten spürbar ist. Diese Tatsache unterstützt die Hypothese, dass nicht ein erniedrigter Serotoninspiegel depressive Symptome verursacht, sondern eine gestörte Neurogenese, die zu einer Verkleinerung des Hippocampus führt.

Zahlreiche Studien belegen allerdings, dass es eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt, die BDNF-Expression auch ohne Medikamente zu steigern:

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